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Man könnte sagen, viele der Bilder die ich im Kino jetzt gezeigt habe, die also als neu oder außergewöhnlich empfunden sind, sind im Grunde genommen ganz einfache Sachen, die in uns selber drin stecken. Also Bilder, die so wie schlafend, wie ein schlafender Freund in einem ruhen. Und auf einmal, die Bilder im Kino wecken das auf. Deswegen kommen einem die Bilder auch gar nicht so ungewöhnlich vor. Man glaubt auf einmal, etwas ganz bekanntes zu entdecken, was man nie gesehen hat. Das heisst, ich als jemand der Filme macht, mache Sie auf einmal mit einem guten Freund bekannt, den Sie noch gar nicht kennengelernt haben. Aber auf einmal wissen sie, ah ja, das ist ja mein eigenes Bild, das sind gar nicht so Bilder die ich jetzt unbedingt erfinden muss. Sondern Sie haben auf einmal das Gefühl, das waren meine Bilder. Das habe ich immer schon irgendwie gewusst und jetzt sehe ich es auf einmal.

— Werner Herzog; Bis ans Ende... und dann noch weiter

09.08.09 in Kategorie Kinemathek

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Paul de Nooijer; Transformation by Holding Time, 1976

The special connection between Paul de Nooijer’s films and his photographs is aptly demonstrated by the four-minute 16mm film Transformation by Holding Time and the arrangement of Polaroids produced during and documented by the film that stand as a framed piece. In the film we watch from the side as a photographer takes a series of fifteen pictures of the motionless woman before the camera, posting the still-developing Polaroids after each shot until they completely obscure the movie camera’s lens. The process underscores de Nooijer’s long standing interest in perception and framework, and the sharp teals and faded greens of the final pictures represent his tendency to use unrealistic color in the creation of his work. The work also suggests de Nooijer’s characteristic surrealist touches, not to mention his penchant for Polaroid film. Produced with the assistance of his wife, Françoise de Nooijer, and featuring music by his brother, Jan de Nooijer, the film won Mention Spécial du Jury at the Festival International du Jeune Cinema Hyeres, France (1978) and the Hauptpreis of Westdeutsche Kurzfilmtage Oberhausen, Germany (1979).

— Kendra Greene; MoCP Chicago

fortführend: Ingo Petzke; Besprechung im Rahmen der Westdeutschen Kurzfilmtage Oberhausen, 1979
18.01.09 in Kategorie Kinemathek

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Frans Zwartjes; Living, 1971

Zwartjes' masterwork and his most favorite film. Zwartjes: "Living has an uneasy, indefinable atmosphere. This strange swaying of the camera and the music that keeps going on and on." Living demonstrates the cinematographic mastery of Zwartjes. He is the main character of the film and handles the camera himself, pointing it towards himself with his hand held out. Zwartjes: "I was as strong as a bear in these times." The film is part of the series 'Home sweet home', in which Zwartjes explores the house in The Hague he had just moved into at the time. His wife and muse Trix plays the other role. The two characters move restlessly through the house. The film was made using an extreme wide angle lens, which gives the image a strong sense of estrangement.

via esotikafilm
16.01.09 in Kategorie Kinemathek

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Sollbruchstelle

Ein Mensch ist, was er arbeitet. Wenn er keine Arbeit hat oder sie verliert, was ist er dann? Eva Stotz projiziert ein Szenario zeitgenössischer Arbeitswelten, in denen die einen krampfhaft dort ausharren, wo sie nicht mehr geduldet werden, und die anderen nicht wissen, wo sie einsteigen können: ein Manager, der nach einer unrechtmäßigen Kündigung von Arbeitskollegen gemobbt wird; ein junger Mann, der sich als öffentliche Werbefigur erniedrigt; eine Schülerin, die sich bange nach ihren beruflichen Chancen fragt. Auf assoziative Weise verknüpft "Sollbruchstelle" urbane Alltagsszenen und gleichnishafte Reflexionen zu einer Momentaufnahme Deutschlands in der Orientierungslosigkeit. Mit so eindringlichen wie diskursiven Mitteln regt der Film den Zuschauer an, den eigenen Standpunkt zu überprüfen, die eigene Sollbruchstelle zu finden.

Ein Film von Eva Stotz;
Interview mit Eva Stotz
16.12.08 in Kategorie Kinemathek

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Some day, I'll go back to Germany, and there'll be nothing left of West Germany, and boy, that'll be truly weird.

— Jörg Colberg; Derrick is dead

vgl. Daniel Hermsdorf; Andere Wahrheiten auf dem Waldweg
16.12.08 in Kategorie Kinemathek

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Staub markiert eine Grenze, an der wir gerade noch erfahren können, wer wir sind und wo wir herkommen, was wir tun und was aus uns werden kann oder soll. Die Beschäftigung mit ihm kommt niemals zu einem Ende. Staub verschwindet nicht.

Ein Film von Hartmut Bitomsky.
24.02.08 in Kategorie Kinemathek

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Gießt Du mir ein, Mama?

Es sind Bilder aus einer unwirklichen Dimension, in der zwar realistische Umgebungen einen Gegenwartsbezug vortäuschen, ansonsten aber Authentizität – charakterlicher, politischer oder atmosphärischer Art – zugunsten einer space odyssey in die Untiefen der Ultra-Piefigkeit getilgt scheint.

— Daniel Hermsdorf; Andere Wahrheiten auf dem Waldweg

15.03.07 in Kategorie Kinemathek


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