Vierzig verweht; technisches Schicksal Tschernobyl, 1986-2026
Der Herr der Welt wird der Sklave der Maschine. Sie zwingt ihn, sie zwingt uns alle, ohne daß wir es wissen oder wollen, den Lauf der Dinge zu gehen.
― Oswald Spengler
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Vierzig verweht; technisches Schicksal Tschernobyl, 1986-2026
Der Herr der Welt wird der Sklave der Maschine. Sie zwingt ihn, sie zwingt uns alle, ohne daß wir es wissen oder wollen, den Lauf der Dinge zu gehen.
― Oswald Spengler
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Der zivilisierte Mensch, der intellektuelle Nomade der Weltstädte, hat kein Schicksal mehr. Er hat nur noch Probleme. Er lebt nicht mehr in einer Geschichte, die ein Sinn ist, sondern in einer Natur, die ein Gesetz ist. [...] Inmitten dieser formlosen Masse aber gibt es den Einzelnen, der noch die Gabe hat, die Welt als Gestalt zu sehen. Er ist der einsame Zuschauer eines Schauspiels, das für die anderen gar nicht existiert.
― Oswald Spengler
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Es kommt darauf an, dass man ein Schicksal hat, nicht dass man ein Schicksal ist.
― Oswald Spengler
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Natur ist die Gestalt, in welcher der Mensch der hohen Kulturen die unmittelbaren Eindrücke seiner Sinne ordnet und beurteilt. Geschichte ist das Bild, mittels dessen seine Phantasie das lebendige Dasein der Welt in Bezug auf sein eignes Leben zu verstehen sucht, das er damit erst zu einer vertieften Wirklichkeit erhebt.
― Oswald Spengler
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Für uns aber, die ein Schicksal in diese Kultur und diesen Augenblick ihres Werdens gestellt hat, in welchem das Geld seine letzten Siege feiert und sein Erbe, der Cäsarismus, leise und unaufhaltsam naht, ist damit in einem eng umschriebenen Kreise die Richtung des Wollens und Müssens gegeben, ohne das es sich nicht zu leben lohnt. Wir haben nicht die Freiheit, dies oder jenes zu erreichen, aber die, das Notwendige zu tun oder nichts. Und eine Aufgabe, welche die Notwendigkeit der Geschichte gestellt hat, wird gelöst, mit dem einzelnen oder gegen ihn. Ducunt fata volentem, nolentem trahunt.
― Oswald Spengler
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Wir glauben nicht mehr an die Macht der Vernunft über das Leben. Wir fühlen, dass das Leben die Vernunft beherrscht. Menschenkenntnis ist uns wichtiger als abstrakte und allgemeine Ideale; aus Optimisten sind wir Skeptiker geworden: Nicht was kommen sollte, sondern was kommen wird, geht uns an; und Herr der Tatsachen bleiben ist uns wichtiger als Sklave von Idealen werden.
― Oswald Spengler
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